Stoneman Miriquidi

STONEMAN MIRIQUIDI

Der STONEMAN MIRIQUIDI by Roland Stauder ist eine sportliche Herausforderung im Erzgebirge.

Ein 162 Kilometer langer Rundkurs, welcher über die höchsten Gipfel des Erzgebirges führt. Wer diesen Rundkurs komplett erradelt, hat anschließend 9 Gipfel erklommen und rund 4.400 Höhenmeter auf dem Tacho stehen.

Der offizielle Start befindet sich in Oberwiesenthal. Von hier führt die Strecke, welche sehr gut beschildert ist, gegen den Uhrzeigersinn zunächst zum Bärenstein auf 898 m ü.NN. Weiter in nördliche Richtung geht es auf den Pöhlberg auf 832 m ü.NN. Nun wendet sich die Fahrtrichtung in südwestliche Richtung. Auf den Weg zum westlichsten Gipfel, den Auersberg mit 1.019 m ü.NN, erklimmt man den Scheibenberg mit seinen 807 m ü.NN und den Rabenberg mit 913 m ü.NN.

Vom Gipfel des Auersbergs geht es dann in südöstliche Richtung auf die tschechische Seite des Gebirges. Die Route führt zunächst hoch auf den Gipfel des Blatenský vrch (1.043 m ü.NN) und von hier weiter auf die Gipfel des Plesivec (1.028 m ü.NN) und des Klinovec (1.244 m ü.NN). Vom Klinovec geht es runter nach Bozi Dar (Gotteslob). In Nördliche Richtung geht es wieder zurück in die BRD und auf 1.215 m ü.NN hoch zum Gipfel des Fichtelbergs. Es folgt die Abfahrt nach Oberwiesenthal, wo sich dann der Rundkurs schließt.

Der STONEMAN MIRIQUIDI im Erzgebirge muss aber nicht zwingend in Oberwiesenthal gestartet werden. Entlang des Kurses gibt es einige Logis-Partner, wo man diesen Rundkurs starten, übernachten und Trophy-Pakete kaufen kann.

Trophy-Pakete???

Ja… wer diesen Rundkurs als sportliche Challenge erleben möchte, der kann ein Starterpaket kaufen. Die Starterpakete gibt es für diejenigen, welche den Rundkurs in 3, 2 oder 1 Tag befahren und beinhalten neben den Eintrag in der Finisher-Liste die Stoneman-Trophäe mit Stein.


…und so kam es, dass ich (Kai Hanschmann) zusammen mit Stefan Schwarzer am Donnerstag den 27.04.2017 um 03:00 Uhr in der Früh im Pkw in Richtung Erzgebirge saßen. Mit dabei unsere Fahrräder und Gepäck für 3 Tage. Unser Ziel war das Hotel „Alte Schleiferei“ in Erlabrunn, welches als Logi-Partner unser Startort für die 3-Tages-Challenge sein sollte.

Als wir gegen 08:30 Uhr in Erlabrunn ankamen, hatten wir eine Außentemperatur von 3 Grad.

Im Hotel wurden wir freundlich empfangen. Wir registrierten uns für die Challenge und gegen 10 Uhr saßen wir auf unseren Bikes. Während ich auf meinem Fully die Trails der folgenden Strecke mehr oder weniger komfortable erleben durfte, musste Stefan aufgrund eines technischen Defekts an seinem MTB die Strecke mit seinem Crosser fahren (was oftmals eine äußerst gute Bike-Beherrschung erforderte und körperlich ganz schön anstrengend war).

Von Erlabrunn ging es für uns zunächst auf den Auersberg hoch, wo wir schon mit dem ersten Schnee konfrontiert wurden.

Stempelstelle Auersberg

Von hier folgten wir der sehr guten Beschilderung, in östliche Richtung, auf die tschechische Seite des Gebirges. Nachdem wir die Gipfel des Blatenský vrch und des Plesivec erklommen hatten, zeigte unser Tacho rund 69 Kilometer und knapp 2.000 Höhenmeter. Es war 18:00 Uhr, als wir unser erstes Etappenziel in Bozi Dar (Hotel Grünes Haus) erreichten.

Während Stefan noch erstaunlich gut drauf war, befand sich meine physische Leistungsstärke bei gefühlten – 15 Prozent. Die folgende Erholungszeit war, zumindest für mich, dringend nötig.

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück mit super leckeren Kaffee, ging es am Morgen des 28.04.2017 zunächst auf den Gipfel des nahe gelegenen Klinovec. Mit 1.244 m ü.NN war der Gipfel des Klinovec auch der höchste Punkt unserer Challenge. Während wir, dem Wetter geschuldet, über der asphaltierten Straße den Berg erklommen, fuhren und rutschten wir über den verschneiten Trail abwärts zurück nach Bozi Dar.

Abfahrt nach Bozi Dar

 

Von hier ging es dann zurück nach Deutschland, wo wir den Gipfel des Fichtelbergs als nächstes Ziel hatten. Da der Fichtelberg mit seinen 1.215 m ü.NN nicht viel kleiner ist, als sein tschechisches Gegenüber, waren naturgemäß auch hier die Trails noch sehr schneebedeckt.

Aufstieg Fichtelberg

Vom Gipfel ging es dann über den nördlichen Hang runter in Richtung Oberwiesenthal. Unsere Route führte weiter über den Bärenstein und den Pohlberg zum Scheibenberg, wo wir nach weiteren 63 Kilometer und 1.600 Höhenmeter auf dem Gipfel des Scheibenbergs unser nächstes Etappenziel erreichten. Auch hier, im Bürger- und Berggasthof Scheibenberg, wurden wir sehr freundlich erwartet und aufgenommen. Nachdem wir hier unseren Bikes eine oberflächliche Reinigung und Pflege des Antriebssystems gönnten, füllten wir unsere Kraftspeicher mit Speis und Trank ausgiebig auf.

Schließlich folgte nach einer Nacht auf dem Scheibenberg unsere letzte Etappe, dessen Höhepunkt sicherlich die Befahrung des Trailcenters am Rabenberg war. Nachdem wir den Gipfel des Rabenbergs mit seinen 913 m ü.NN erreicht und den dortigen Grenzweg passiert haben,

Rabenberg Grenzweg

ging es über künstlich angelegte Trails mit Wurzelpassagen und Anliegern talwärts zurück nach Erlabrunn, wo wir am Ende auf 44 Kilometer und 1.063 Höhenmeter kamen.

Am Ziel angekommen, geniesten wir zunächst das Gefühl der überwältigten Freude über unsere gelungene Challenge. Bevor wir uns dann letztendlich gegen 15:00 Uhr auf den Heimweg machten, nahmen wir im Hotel unsere wohl verdiente Trophäe in Empfang.

Trophäe in Bronze