Tag 1

Oberstdorf (D) – Zug (A)

Am Samstag den 10. September 2016 war es so weit. Morgens um 3 Uhr ging es los von Mettmann/ Velbert ins rund 640 km entfernte Oberstdorf. Während wir (GoPro, Tomek, Timo und Kai) mit dem Pkw anreisten, machte sich Jake bereits am Donnerstag zuvor mit dem Zug auf den weiten Weg ins Allgäu. Bei unserer Ankunft gegen 09:15 Uhr wurden wir bereits von Jake erwartet, sodass wir uns auch schon kurze Zeit später in den Sattel schwingen konnten.

Das Abenteuer konnte beginnen! Unverzagt 2016!

Bereits von unserem Startpunkt weg, führte uns GoPro über eine eiserne Fußgängertreppe die ersten 20 Tiefenmeter von Jauchen in die Oberstdorfer Fußgängerzone. Hier sollte es zum Start unserer Tour zunächst ein zünftiges Frühstück mit Leberkässemmel geben.

Nachdem unsere Mägen gefüllt waren und unsere Abenteuerlust auf der Skala 0 – 100 bei gefühlten 101 angekommen ist, ging es zunächst in die Nebelhornstraße 46. Hier, vor dem Sportgeschäft HECKMAIR, findet die Ur-Route ihren Start.

Start der Route an der Nebelhornstraße 46
Start der Route an der Nebelhornstraße 46

Vorbei am Nebel- und Fellhorn folgten wir auf einem gut ausgebauten Radweg der Stillach ins Stillachtal bis Einödsbach. Bis hierhin hatten wir dann auch schon die ersten 800 Höhenmeter in den Beinen. Dabei wurde uns klar, warum GoPro auf Nachfragen bzgl. der Länge und Dauer unserer bevorstehenden Routen stets mit der Angabe von Höhenmetern antwortete. Vom Startpunkt bis hierhin waren es zwar schon rund 800 Höhenmeter aber erst knappe 15 km. Also eine Entfernung, die man im Rheinland mit zweimal kräftig in die Pedale treten locker in 40 Minuten abrollt. Wir dagegen brauchten hier für unsere ersten 15 km knapp 1 Stunde und 45 Minuten. Ok… wir ließen es auch gemütlich angehen, dennoch wird hier deutlich, dass auf dieser Tour andere Herausforderungen auf uns warteten.

Mittlerweile auf einer Höhe von 1.174 m angekommen, ging es durch das Rappental weiter bis zur Haldenwang-Alpe auf 1.527 m. Dabei ließen wir das Mindelheimer Köpfl rechts liegen. Nach diesen rund 350 Höhenmetern, welche sich auf eine Strecke von lediglich etwas über 7 km verteilten, machten wir an der dortigen Hütte eine etwas ausgiebigere Versorgungspause. Aus einem mit frischen Quellwasser gefüllten ausgehöhlten Baumstamm gab es Radler und Schorle. Zudem konnte man von hier den Schrofenpass mit seinen eisernen Stegen in der Felswand erblicken, welcher uns in einer Höhe von 1.688 m ins benachbarte Österreich führen sollte.

 

Schrofenpass
Schrofenpass

Gestärkt und voller Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer wagten wir uns in die erste Trage- und Kletterpassage. Ein schmaler Pfad entlang der Felswand führte uns auf einer Streckenlänge von rund 2 km weitere 215 Meter hinauf. Gespickt mit atemberaubenden Ausblicken und abenteuerlichen Wegpassagen, zählt der Schrofenpass sicherlich zu den Highlights unserer Alpenüberquerung.

Nach erreichen der Passhöhe ging es auf den folgenden rund 2 km wieder knappe 300 Meter hinunter. Zwar war hier der Pfad etwas breiter, dafür aber auch sehr verblockt und mit Geröll bedeckt. Wir kamen nicht drum herum, auch hier ab und zu unser Velo zu schultern. Letztendlich erreichten wir dann irgendwann die Lechtalstraße, welche uns ins österreichische Warth führte. Natürlich wieder bergauf. Diese rund 70 Höhenmeter erradelten wir uns auf einer Streckenlänge von knappen 1,5 km auf der asphaltierten Lechtalstraße.

Das entspannte Radeln auf der asphaltierten Lechtalstraße begleite uns weiter bis ins Walserdorf Lech am Arlberg. Statt der Lechtalstraße weiter südlich in Richtung Arlberg zu folgen, hielten wir uns westlich dem Lech entlang bis nach Zug, wo uns ein gemütliches Übernachtungszimmer im Gasthof Alphorn erwartete. Die erste Etappe war somit nach rund 37 km und 1.240 Höhenmetern geschafft.

Eindrücke, welche wir so gut es ging fototechnisch sichern konnten, findet ihr in der angehefteten Galerie.